Umfrage zur energetischen Sanierung: Bundesregierung erreicht Hauseigentümer nicht

26. Juni 2015

Die Maßnahmen, die zur energetischen Sanierung von Gebäuden führen sollen, gehen an den Hauseigentümern vorbei. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für den FMI Fachverband Mineralwolleindustrie hervor.

Laut Ergebnis ist die Bereitschaft zu sanieren da, es mangelt aber an der richtigen Förderung. So verschenke die Bundesregierung Potential, indem sie preiswerte Kredite als Förderinstrument bevorzuge statt auf Steuervorteile und Zuschüsse zu setzen.

Auf der einen Seite ist die Offenheit groß, energetisch zu sanieren. Über ein Drittel der Hausbesitzer könnte sich vorstellen, entsprechende Maßnahmen durchzuführen, wenn es eine steuerliche Förderung gäbe. Bei entsprechend attraktiven Zuschüssen sind es sogar über 50 Prozent. Noch größer ist die Motivation bei Menschen, die erst planen, sich Immobilieneigentum zuzulegen.

Hier liegt die grundsätzliche Bereitschaft zu sanieren im Fall von Zuschüssen beziehungsweise steuerlicher Absetzbarkeit bei jeweils über 50 Prozent. Billige Kredite mit langer Zinsbindung sind hingegen deutlich weniger attraktiv. Nur 26 Prozent fühlen sich hiervon motiviert, in ihre Immobilie zu investieren.

Trotz dieser grundsätzlichen Bereitschaft gibt in der gegenwärtigen Situation nur jeder Vierte an, tatsächlich etwas am Haus oder an der Wohnung machen zu wollen. Eine Ausnahme bilden lediglich diejenigen, die schon Immobilieneigentümer sind und weitere Zukäufe planen.

So droht die Energiewende nicht bei der Bevölkerung anzukommen und eine reine Stromwende zu bleiben. Um zu funktionieren, müsste sie aber zur Energieeffizienzwende werden. Große Einsparpotentiale bieten hier vor allem die Gebäude.

Sie verbrauchen circa 40 Prozent der gesamten Energie in Deutschland, vor allem für Heizung und Warmwasser. Dieses Potential kann schnell aktiviert und kostengünstig durch energetische Sanierung erschlossen werden.

Nur wenn politisch ein Schwerpunkt auf den sparsamen Einsatz von Energie gelegt wird, kann wirklich die Versorgungssicherheit in Deutschland gewährleistet, die Kosten für den Einzelnen unter Kontrolle gehalten und die Abhängigkeit von Energieimporten verringert werden. Ein einseitiger Ausbau der Erneuerbaren Energien hingegen ist nicht hilfreich, um diese Ziele zu erreichen, resümieren die Experten.

Quelle: Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

 

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