Wanderausstellung zeigt vorbildliche Sanierungsprojekte

13. März 2014

"Zukunft der Vergangenheit - Die Erneuerung von Gebäuden der Baujahre 1945 bis 1979" ist eine Wanderausstellung überschrieben, die die Beiträge zum Gestaltungspreis der Wüstenrot Stiftung zeigen. Noch bis zum 23. März ist sie in Lübeck zu sehen.

Der Gestaltungspreis stand unter dem Motto "Zukunft der Vergangenheit". Es geht um herausragende Beispiele in der Erneuerung von Gebäuden der Baujahre 1945 bis 1979. Ausgezeichnet wurden der Stiftung zufolge wegweisende und innovative Baumaßnahmen, die unter ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Zielsetzungen als vorbildhaft gelten können.

Mit dem mit 15.000 Euro dotierten ersten Preis wurde das Projekt „Wohnquartier Altenhagener Weg" im Nord-Osten Hamburgs ausgezeichnet. Erbaut in den 1950er und 1960er-Jahren, entschlossen sich Stadtplaner und der Eigentümer, die Helvetia – Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG in Frankfurt am Main, 2002 für eine Sanierung, den Umbau und eine Erweiterung der Wohnanlage. Ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben, den das Büro Springer Architekten aus Berlin gewann.

Das Architektenteam ergänzte die sechs, nach Südwesten ausgerichteten Häuserblocks um ein weiteres Geschoss. Zur Verbesserung der Wärmedämmung der Außenwände wurde eine Dämmschicht aus kaschierter Mineralwolle und eine Klinkerfassade aufgebracht, nach Süden die Fensterflächen erweitert und die einst vorgehängten Balkone in Loggien gefasst.

Die Bestandsgebäude ergänzten die Architekten mit vier parallel zur Straße angeordneten Neubauten mit fünf Geschossen und Tiefgaragen. Insgesamt entstanden durch die Sanierung 108 Altwohnungen mit zwei bis zweieinhalb Zimmern, in den Neubauten 48 große barrierefreie Wohnungen für kinderreiche Familien. Die Grünflächen mit dem alten Baumbestand zwischen den einzelnen Wohngebäuden schaffen Freiräume für die Anwohner.

Trotz der vorgenommenen Sanierung und der neuen Häuser bleiben der soziale und bauliche Charakter des Wohnquartiers erhalten. Nach der Fertigstellung 2009 ist auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden, was alt war und neu ist.
Die Kosten für das Bauprojekt belaufen sich auf über 18 Millionen Euro.

Neben diesem Projekt sind in der Wanderausstellung alle weiteren prämierten Wettbewerbsbeiträge sowie weitere bemerkenswerte Einsendungen zusammengefaßt, die bei der Entscheidung der Jury in die engere Wahl gekommen waren. Wohin die Ausstellung von Lübeck aus weiterwandert, ist noch nicht bekannt.

 

Quelle: Wüstenrot Stiftung

 

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