Weiterhin hohes Neubauniveau bei Ein- und Mehrfamilienhäusern

16. Juli 2014

Im letzten Jahr wurden laut statistischem Bundesamt in Deutschland über 100.000 neue Wohngebäude fertiggestellt. Aktuellen Untersuchungen von Bauinfoconsult zufolge bleibt das Neubauniveau auch für das Jahr 2014 hoch.

Wohnungsbauakteure gehen davon aus, vor allem im Einfamilienhausbau verstärkt aktiv zu werden. Dieser Bereich hat sich in den letzten Jahren zwar solide, aber eher langsam entwickelt.

In der Untersuchung wurden nur Betriebe, die 50 Prozent ihres Umsatzes oder mehr im Wohnungsbau erwirtschaften, nach ihren konjunkturellen Erwartungen im Neubau befragt. Die Bauakteure wurden bewusst nicht nur um abstrakt-allgemeine Einschätzungen gebeten, sondern ganz konkret nach ihren Erfahrungen in der Region gefragt, in der sie tätig sind. So ergibt sich ein teilweise differenziertes Bild der Einschätzungen auf den regionalen Neubaumärkten.

Über alle Berufsgruppen und die meisten Teile Deutschlands hinweg halten die Wohnungsbauprofis vor allem Einfamilienhäuser für Gebäude mit besonders starker Neubauaktivität. Insgesamt jeder Zweite ist dieser Auffassung, bei neuen Mehrfamilienhäusern jeder Dritte.

Interessant ist diese einhellige Einschätzung vor allem, weil das Einfamilienhaussegment so häufig zu den Impulsgebern im Neubau gerechnet wird. Denn was das Wachstum betrifft, hat das kleinere Geschosswohnungsbau-Segment den klassischen Einfamilienhausbau in den letzten Jahren deutlich übertrumpft. Vor allem in Ballungsräumen wird verstärkt in neue Mietshäuser oder Apartmentgebäude investiert.

Die Befragten verspüren in ihren lokalen Wohnungsmärkten jedoch vor allem im Einfamilienhausbau Aufwind – ein erstes Anzeichen, dass auch der private Häuslebau in Zeiten des Rekordzinstiefs wieder mit mehr Wind in den Segeln unterwegs ist.

Laut der regionalen Genehmigungsentwicklung und den Einschätzungen von Planern und Verarbeitern kann man davon ausgehen, dass im Eigenheimsegment 2014 vor allem in ländlich geprägten Regionen Neubau angesagt ist – ganz besonders im Norden und bevölkerungsreichen Westen Deutschlands.

Insgesamt erwartet das Marktfoschungsunternehmen in der aktuellen Neubauprognose weiterhin, dass der Geschosswohnungsbau bundesweit 2014 und 2015 stärker wachsen wird als der Einfamilienhausbau – der letztere dürfte aber langfristig wieder stärkere Wachstumsraten aufweisen als zuletzt. An der Untersuchung nahmen 493 Architekten, Bauunternehmer und SHK-Installateure teil.

 

Quelle: Bauinfoconsult

 

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