Nachfrage nach WDVS sinkt in Österreich deutlich

24. Juni 2016

Die Nachfrage für Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) in Österreich ist 2015 erneut zurückgegangen: Gegenüber dem Vorjahr sank sie um 6,6 Prozent – allen Forderungen zur energetischen Sanierung zum Trotz. Innerhalb von drei Jahren hat der Markt damit rund ein Fünftel seines Volumens verloren, wie das Branchenradar von Kreutzer Fischer Partner zeigt.

Die Ursache liegt in der anhaltend zurückgehenden Bereitschaft, zu sanieren – insbesondere bei privaten Haushalten. Um 14 Prozent gingen die Erlöse im Sanierungsgeschäft im vergangenen Jahr zurück. Zwischen 2012 und 2015 liegt das Minus bei fast dreißig Prozent.
Diese Entwicklung betrifft praktisch alle renovierungsrelevanten Märkte: Die Nachfrage aus dem Bestand nach Fassadenputz sank um elf Prozent, die nach Dämmstoffen um acht Prozent und die nach vorgehängten hinterlüfteten Fassaden um fünf Prozent.


Die aktuell niedrigen Energiekosten verschlechterten die Rahmenbedingungen für WDVS in besonderem Maße, so Kreutzer Fischer Partner. Den Händlern werfen die Experten vor, zu wenig zu unternehmen, um das Interesse an einer neuen Fassade zu wecken. Nachfragemängeln begegneten diese reflexartig mit dem Ruf nach (mehr) staatlicher Förderung. Dabei gingen 90 Prozent der einschlägigen Subventionen in Mitnahmeeffekten verloren. "Auch Wärmedämm-Verbundsysteme müssen nicht zwingend mit dem Argument 'niedriger Energiekosten' verkauft werden, zumal ein solches aktuell wenig Druck erzeugt. Warum appelliert man nicht an den Sinn nach schönerem, behaglicherem Wohnen, zu dem heute eben auch die entsprechende Wärmedämmung gehört?", so ihr Rat an die Branche.

 

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