Flir macht iPhone zur Wärmebildkamera

Flir One
Flir One für das iPhone
13. Januar 2014
Flir One
Flir One für das iPhone

Der amerikanische Spezialist für Infrarotkameras Flir hat eine Erweiterung für das iPhone 5 oder 5s vorgestellt, die das Smartphone für 350 Dollar zur Wärmebildkamera macht. Professionelle Thermografiegeräte kosten ein Vielfaches davon.

Das Flir One getaufte Zusatzgerät sieht aus wie eine stabile iPhone-Hülle. Diese ist 14 cm x 6 cm x 2 cm groß und ist mit einer Infrarotkamera mit einer Auflösung von 80 x 60 Bildpunkten sowie einer weiterer Kamera mit VGA- Auflösung ausgestattet, deren Bilder mit denen der Infrarotkamera überlagert werden. Auf diese Weise liefert die Kamera ein deutlich schärferes thermografisches Bild, als es die vergleichsweise wenigen Pixel der Wärmekamera vermuten lassen.

Die Infrarotkamera erfasst dem Hersteller zufolge einen Temperaturbereich zwischen 0 und 100 Grad und arbeitet bei Betriebstemperaturen von 0 bis 45 Grad. Der eingebaute 1400 mA/h-Akku soll etwa 2 Stunden durchhalten, eine LED am Kamerahalter zeigt den Ladezustand an. Das iPhone kann mit der Kamera per Mikro-USB direkt in der Hülle geladen werden.


Mit Flir One will Flir den Infrarotkameramarkt für Endverbraucher öffnen. Naturfreunde beispielsweise könnten Flir One als Nachtsichtgerät nutzen, um Tiere im Dunkeln zu beobachten oder um sicherzustellen, dass das Lagerfeuer auch wirklich aus ist, Familien könnten auch in völliger Dunkelheit suspekte Personen in der Umgebung aufspüren, nennt Flir Anwendungsbeispiele. Eine große Rolle dürfte das Gerät aber vor allem auch beim Aufspüren von Kältebrücken, feuchten Stellen oder defekten Gummidichtungen spielen.

Bisher werden thermografische Aufnahmen vorwiegend von Spezialisten angefertigt. Mit Flir One können Handwerker für kleines Geld anhand weniger Thermobilder etwaigen Handlungsbedarf bei Sanierungsarbeiten aufzeigen.

Allerdings ist das nicht unumstritten, betonen Experten doch immer wieder, dass Thermografie in die Hände von Profis gehört. Die Flir One für das iPhone soll im Frühjahr auf den Markt kommen, eine Version für Android-Smartphones ist ebenfalls in Arbeit.

 

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