Gute Energiekennwerte sind auch im Denkmal realisierbar

Innendämmung wird angebracht
Innendämmung ist eine gute Alternative für die energetische Sanierung von Fachwerkhäusern. © Martin Baitinger/Sto
15. März 2018
Innendämmung wird angebracht
Innendämmung ist eine gute Alternative für die energetische Sanierung von Fachwerkhäusern. © Martin Baitinger/Sto

Für denkmalgeschützte Gebäude kommt eine Außendämmung in der Regel nicht in Frage. Bei der Modernisierung eines Fachwerkhauses in Gärtringen bei Stuttgart wurde deshalb eine mineralische Innendämmung angebracht.

Moderne Energiekennwerte und gesundes Wohnklima im Einklang mit dem Denkmalschutz – diese Anforderungen wollte Malermeister Claus Schmid bei der Sanierung eines alten Fachwerkhauses miteinander vereinen. Deshalb dämmte er von innen mit einem mineralischen System (StoTherm In Comfort) in Verbindung mit silikatischen und Kalk-Schlussbeschichtungen. Dieser Aufbau reguliert den Feuchtehaushalt im Gebäude ideal, da Feuchtespitzen in der Raumluft gepuffert werden. Zugleich sinkt der Heizenergiebedarf auf ein modernes Niveau – und die schöne Fachwerkfassade bleibt erhalten.

Ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus umnutzen und Raum schaffen für eine pflegegerechte Wohngemeinschaft für ältere Menschen – das war die Idee von Claus und Heike Schmid vom Innungsbetrieb "Schmid – Die Malerwerkstätte" in ihrem Heimatort Gärtingen bei Stuttgart. Der Umbau zur barrierefreien Anlage "Senioren-Wohnen im Park" erfolgte unter technischen wie unter energetischen Vorgaben. Heute bietet das Haus sechs Wohnplätze, hinzu kommt ein gemeinschaftliches Wohnzimmer und eine Wohnküche. Eine Präsenz-Pflegekraft betreut die Senioren. So verbindet diese Art des Wohnens Privatsphäre mit Gemeinschaft.

Im Zuge der Sanierung war das Haus auch energetisch zu modernisieren. Da eine Außendämmung bei dem Denkmal ausschied, verlegte Schmid die thermische Optimierung der historischen Fassade nach innen und wählte dafür das Innendämmsystem StoTherm In Comfort. Der Fachhandwerker und seine Mitarbeiter verklebten die diffusionsoffenen Perlite-Dämmplatten mit dem Klebemörtel StoLevell In Mineral, um einen komplett mineralischen Systemaufbau zu erzielen. Als Schlussbeschichtung kamen silikatische Innenfarben zum Einsatz. Die strukturierbare Farbe wurde zunächst mit einer Rolle appliziert und anschließend mit einer Strukturwalze fein modelliert. Ein warmer Sandfarbton schafft eine harmonische Raumatmosphäre.

Die verwendeten Kalk-Schlussbeschichtungen haben neben der Feuchtepufferung noch einen weiteren Effekt: Sie binden Gerüche, und dank der Innendämmung sowie neuer Fenster bleibt das Haus nicht nur im Winter warm, sondern auch bei hochsommerlichen Wetterlagen angenehm kühl.

Quelle: Sto SE & Co. KGaA

 

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