Grüne wollen Ökodämmung besonders fördern

28. August 2017

Anlässlich der Bundestagswahl hat die Redaktion von EnBauSa.de hat die vier im Bundestag vertretenen Fraktionen gebeten, ihre Positionen zu fünf Fragen der Klimawende im Gebäudebereich zu erläutern. Die Positionen sind durchaus unterschiedlich. So wollen die Grünen ein KfW-Förderprogramm "Natur Plus" auflegen, um ökologische Bau- und Dämmstoffe zu fördern.

Nach Aussage von Chris Kühn, wohnungspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, will seine Fraktion ein Modellprogramm für ökologische Bau- und Dämmstoffe mit einem Programmvolumen von 20 Millionen Euro auflegen, aus dem unter anderem das genannte KfW-Programm finanziert wird. Zudem müsse künftig die sogenannte graue Energie, die für die Erstellung eines Gebäudes beziehungsweise für die Herstellung der Bau- und Dämmstoffe verbraucht wird, bei deren Klassifizierung berücksichtigt werden, so Kühn weiter.

Auch Michael Groß, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, fordert, dass Dämmmaterialien nachhaltig sein sollen und der ökologische Fußabdruck für die Verwendung von Bauprodukten relevant sein muss. Eva Bulling-Schröter von der Fraktion Die Linke spricht sich dafür aus, Fördermaßnahmen hin zu einer warmmietenneutralen Sanierung zu ergreifen. Dazu zählten eine Aufstockung der KfW-Fördermittel auf mindestens fünf Milliarden Euro im Jahr sowie zusätzliche steuerliche Anreize. Steuerliche Anreize für die Sanierung befürwortet auch Chris Kühn von den Grünen. Hier geht es zu den Stellungnahmen der im Bundestag vertretenen Fraktionen: https://www.enbausa.de/finanzierung/bundestagswahl2017-energiewende-gebaeude.html.

Auch der Fachverband der Mineralwolleindustrie (FMI) hat den Parteien anlässlich der Bundestagswahl 2017 Wahlprüfsteine zur Beantwortung vorgelegt. Aus denen geht etwa hervor, dass nahezu alle Parteien den Sanierungsfahrplan für ein wichtiges Instrument halten. An der Frage, ob dieser verpflichtend sein sollte, scheiden sich jedoch die Geister. Hier geht es zum Überblick: 20170817_Wahlprüfsteine_FMI_Tabelle.

Quelle: EnBauSa.de

 

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