Fraunhofer IBP bezieht Stellung zu WDR-Beitrag

26. November 2014

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat eine Stellungenahme zu den Aussagen in der Sendung "Könnes Kämpft" vom 17. November 2014 veröffentlicht. WDR-Moderator Dieter Könnes hatte von Studien aus den 1980er Jahren berichtet.

Diese sollen der Sendung zufolge belegen, dass eine Dämmung mit Polystyrol bei weitem nicht so viel einspart wie versprochen. In der IBP-Stellungnahme heißt es unter anderem:

"In den Jahren 1983 und 1984 sind vom Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) Untersuchungen zum Thema "Effektiver Wärmeschutz verschiedener Ziegelaußenwandkonstruktionen" im Auftrag des damaligen Ziegelforum e.V. durchgeführt worden. Im Zusammenhang mit dem letzten Bericht der damaligen Untersuchungsreihe wird im Beitrag des WDR verschiedentlich behauptet:

    • a.  Es sei ein "fehlender oder sogar kontraproduktiver Nutzen von Außenwanddämmung festgestellt worden".
    • b. "Eine gedämmte Außenwand müsse schnellere Temperaturwechsel verkraften als eine Massivwand, die Sonnenwärme speichere."
    • c. "Laut einer wissenschaftlichen Untersuchung gebe es keinen messbaren Nutzen von Außenwärmedämmung. Außengedämmte Testräume verbrauchen sogar mehr Heizenergie als die ungedämmten Räume."


Sämtliche dieser Behauptungen bzw. Schlussfolgerungen sind falsch oder lückenhaft zitiert, indem die im Bericht ausdrücklich gemachten Einschränkungen unterdrückt bzw. nicht berücksichtigt werden. Richtig ist vielmehr, dass sich die damaligen Untersuchungen mit der Auswirkung der Strahlungsabsorption von Außenwandoberflächen und der Nachtabsenkung befasst haben.

Aus versuchstechnischen Gründen mussten bei den Versuchsaufbauten mehrere Einschränkungen vorgenommen werden (z.B. nur Südorientierung der Versuchsobjekte, komplette Abschattung der Solargewinne durch Fenster, usw.)."

"Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die vielfach aufgestellten Behauptungen und gezogenen Schlussfolgerungen unhaltbar sind. In den in der vorliegenden Einlassung zitierten Publikationen, die von der Öffentlichkeit eingesehen werden können, erfolgte bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten eine Richtigstellung.

Es ist deshalb verwunderlich, dass derartige Falschaussagen jetzt abermals publiziert worden sind. Conclusio: Etwas Falsches wird nicht dadurch richtiger, indem es immer wieder wiederholt wird," schließt das IBP seine Stellungnahme.

 

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Kommentare  

Armin Hartmann Mittwoch, 26. November 2014 20:20
Schön zu lesen,dass diese Webseite von STO "unterstützt" wird...
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