Energiearmut: Grüne fordern Maßnahmen für höhere Energieeffizienz

27. Februar 2014

Der Anteil der Haushalte, die mehr als zehn Prozent ihres Nettoeinkommens für Wohnenergie ausgeben ist von 2008 bis 2011 von 13,8 auf 17 Prozent gestiegen. Das berichtet Spiegel Online.

Das Online-Magazin bezieht sich auf die Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. 2011 haben demnach 6,9 Millionen Haushalte bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 901 Euro im Schnitt 93 Euro für Energie ausgegeben. Ohne Maßnahmen für eine höhere Energieeffizienz sei das von Bundesbauministerin Barbara Hendricks angekündigte "Bündnis für bezahlbares Wohnen" zum Scheitern verurteilt, wird Grünen-Umweltexpertin Bärbel Höhn zitiert.

Zwischen den Jahren 2002 und 2012 sind die jährlichen Kosten für Raumwärme und Warmwasser pro Haushalt um 43 Prozent gestiegen. Lagen sie 2002 noch bei 748 Euro im Jahr, seien sie 2012 auf 1.070 Euro im Jahr gestiegen, teilte die Bundesregierung in der Antwort (18/333) auf die Kleine Anfrage (18/174) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema "Maßnahmen gegen steigende Heizkosten zur Bekämpfung der Energiearmut" mit.

Hendricks hatte jüngst die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Mietpreisbremse bei Wiedervermietungen als vorrangige wohnungspolitische Maßnahme bezeichnet. Damit könne der Mietpreisanstieg im Zuge von Mieterwechseln vor allem in Ballungsräumen gebremst werden. Ein wesentliches Element der sozialpolitischen Flankierung sei die weitere Verbesserung der Leistungen des Wohngeldes.

Als zweite vorrangige Maßnahme nannte Hendricks eine Wohngeldnovelle: "Dies muss und wird gerade Rentnerinnen und Rentnern sowie Familien mit Kindern zugutekommen", sagte die Ministerin. Maßnahmen für höhere Energieeffizienz fehlen im Bündnis-Programm.

Die Sanierungsquote bei Gebäuden liegt in Deutschland seit Jahren bei etwa einem Prozent. Politisch angestrebt werden aber zwei Prozent. Die Grünen fordern daher , eine stärkere finanzielle Förderung der energetischen Sanierung von Gebäuden. Laut Höhn sollten die Kosten von der Steuer absetzbar sein, Förderprogramme der staatlichen Förderbank KfW besser ausgestattet und ein Klimazuschuss zum Wohngeld gewährt werden.

 

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