Bauherren-Schutzbund gibt Tipps zur Ausführung von Wärmedämmung

17. September 2014

Die Einsparung von Energiekosten gehört zu den Hauptzielen, wenn Hauseigentümer energetische Modernisierungsmaßnahmen an den eigenen vier Wänden in Angriff nehmen. Bleiben nach aufwändiger Modernisierung die prognostizierten Einsparungen aus, ist der Ärger groß und es beginnt die Suche nach möglichen Ursachen.

Wie Dipl.-Ing. Jörg Nowitzki, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) aus der Praxis weiß, kann auch der Misserfolg viele Väter haben. Oft beginnen Probleme bereits bei fehlender oder unzureichender Planung. „Was in diesem Bereich schief geht, lässt sich im Nachhinein kaum reparieren. Liegt eine Fehlberechnung des Wärmebedarfs des Hauses vor, muss sich keiner wundern, wenn energetische Ziele nicht erreicht werden können“, so Energieberater Nowitzki.

Aber auch Ausführungsmängel sind häufig Ursache für den ausbleibenden Erfolg. Zu den häufig anzutreffenden gehört die Ausführung der Wärmedämmung des Hauses. Um den Transmissionswärmeverlust der Außenwand zu verringern, werden häufig Wärmedämmverbundsysteme mit Dämmstärken von über 20 cm, teilweise sogar 30 cm aufgebracht. „Diese Abmessung des Dämmstoffes erfordert besondere Sorgfalt in sämtlichen Bereichen der Anschlüsse.

Die Ausschnitte der Dämmplattenrückseiten im Anschlussbereich der Fensterprofile müssen beispielsweise so genau gearbeitet werden, dass keine Hohlräume verbleiben, die eine Wärmebrücke entstehen lassen“, hebt der BSB-Experte hervor. Ebenso müsse ein Fugendichtband zur Erlangung der Schlagregendichtigkeit im Bereich der äußeren Dämmstoffebene an allen einbindenden beziehungsweise durchdringenden Bauteilen eingebaut werden. Dazu gehören Fensterbänke, Lüftungsrohre, Fallrohrhalter, Fenster und Türen.

„Solide und fachlich korrekte Ausführung der Arbeiten ist das A und O“, fordert BSB-Bauherrenberater Nowitzki. So sei das Dämmmaterial keilförmig zu schneiden, damit unterhalb der Fensterbank zwischen ihr und der Dämmung kein Hohlraum entsteht. Sollte er doch entstanden sein, ist er komplett mit Dämmstoff zu schließen. Alle Plattenstöße sind von Mörtel freizuhalten, um eine Wärmebrückenbildung zu verhindern.

„Allerdings lassen sich selbst bei exakter Arbeitsweise Fehlstellen und Fugen nicht immer vermeiden“, betont der Bauingenieur. Dann gelte aber: Fugen und Fehlstellen müssen mit dem eingesetzten Dämmstoff verschlossen werden. Nur wenn Fugen und Fehlstellen kleiner als 5 mm sind, können diese mit einem systemgerechten Füllschaum (Brandklasse B1) geschlossen werden.

 

Quelle: BSB

 

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