Bafa untersucht Effekte der Vor-Ort-Beratung

10. Juli 2014

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat evaluiert, welche Effekte die Vor-Ort-Beratung im Hinblick auf energetische Sanierungen hat und in welchem Umfang Energieeinsparungen und CO2-Minderungen erzielt werden.

Der Evaluationsbericht informiert darüber hinaus über die Zufriedenheit der Beratenen und der Berater. Rund 90 Prozent der Beratenen waren demnach mit der Beratung und dem Berater zufrieden und würde die Beratung weiterempfehlen.

Sehr gut beurteilt wurde die Unabhängigkeit der Energieberater von Verkaufsinteressen, das Eingehen der Energieberater auf Fragen und Bedürfnisse sowie die fachliche Kompetenz der Energieberater. 84 Prozent der Beratenen gaben an, infolge der Beratung zu wissen, welche Maßnahmen langfristig sinnvoll sind.

Über 90 Prozent der befragten Beratenen haben im Anschluss an die Beratung bereits energetische Sanierungsmaßnahmen umgesetzt beziehungsweise fest geplant. Insbesondere in den Bereichen der Wärmedämmung sowie Solarthermie wurde ein großer Teil der durchgeführten Maßnahmen erst durch die Vor-Ort-Beratung angestoßen und auch vorgezogen. Des Weiteren hat bei knapp der Hälfte der Beratenen die Beratung dazu geführt, Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Die Zufriedenheit der Beratenen korrespondiert mit der Einschätzung der befragten Energieberater: Rund 90 Prozent der Energieberater sind der Meinung, dass die Beratung einen sehr guten Überblick über bestehende Sanierungsmöglichkeiten bietet. Drei von vier befragten Beratern halten darüber hinaus die Darstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für eine Gesamtsanierung in einem Zug als auch in Schritten für sinnvoll.

Der Bericht verdeutlicht allerdings auch, dass die Antragszahlen seit 2009 stark gesunken sind, was insbesondere auf die Markt- und Nachfragentwicklung zurückzuführen ist. Viele Gebäudebesitzer sind nicht bereit in eine höherwertige Energieberatung zu investieren. Es werden zunehmend preisgünstigere, weniger in die Tiefe gehende Energieberatungsangebote genutzt.

Entsprechend sind die aufwändigen Vor-Ort-Beratungen für die meisten Energieberater bei den bestehenden Rahmenbedingungen nicht kostendeckend, wodurch die Gefahr besteht, dass diese sinnvolle Beratungsform zukünftig nur noch in geringerem Umfang angeboten wird. Dieser Entwicklung soll mit der nächsten Richtlinienänderung, spätestens zum Jahresende, nach Möglichkeit entgegengewirkt werden.

Die Evaluierung wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt. Das Bafa setzt das Förderprogramm um. Erteilt werden Zuschüsse für Beratungen, wenn die Sanierung zu einem Gebäudezustand führt, der als dauerhaft energetisch saniert betrachtet werden kann. Als energetisches Mindestniveau ist in der Regel ein förderfähiges KfW-Effizienzhaus anzustreben.

Alle Energieberater, die für die Durchführung der Beratung zugelassen sind, verfügen über eine qualifizierte Aus- beziehungsweise Weiterbildung und sind unabhängig. Der Evaluierungsbericht bezieht sich auf die Förderrichtlinien 2009 und 2012 und kann hier heruntergeladen werden.

 

Quelle: Bafa

 

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