WDVS-Rendite

11. November 2012

Üblicherweise kommen dynamische Verfahren zum Einsatz, um Energiesparinvestitionen wirtschaftlich zu beurteilen. Sie berücksichtigen die zeitliche Struktur von Einnahmen und Ausgaben. Ein WDVS lohnt sich, wenn der Kapitalwert der Investition positiv ist.


Dynamische Verfahren der Wirtschaftlichkeitsberechnung beziehen die zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallenden Zahlungen auf einen gemeinsamen Vergleichszeitpunkt. In der Regel ist das der Zeitpunkt der Investition. So werden etwa die Energiekosteneinsparungen der kommenden Jahre auf den Investitionszeitpunkt bezogen. Gleiches gilt für die Energiekosten. Vorteil dieser Methode ist, dass zukünftige Energiepreissteigerungen in die Betrachtung eingehen. Allerdings müssen diese realistisch geschätzt werden, ebenso der für die Abzinsung der Zahlungen verwendete Kapitalzins. Für die Beurteilung einer Wirtschaftlichkeitsrechnung ist es daher wichtig, darauf zu achten, dass diese Annahmen realistisch sind.


Das Institut für Wohen und Umwelt IWU hat die Rendite eines WDVS in Euro pro Quadratmeter Außenwand für unterschiedliche Dämmstoffstärken ermittelt. Das Ergebnis ist dieses Diagramm:




Grafik zur Rendite einer Wärmedämmung
Das Diagramm zeigt die Rendite einer Wärmedämmung als Funktion der aufgebrachten Dämmstoffstärke, betrachtet über den Zeitraum von 40 Jahren. Geht man von den reinen Dämmstoffkosten aus, dann ist die Fassadendämmung in hohem Maße wirtschaftlich. Diese Betrachtung ist immer dann zulässig, wenn der Wärmeschutz mit ohnehin nötigen Instandsetzungen verbunden wird. Anders herum betrachtet: Wer eine Dämmung unterlässt, verliert etwa 60 € je m² Wandfläche durch unnötigen Wärmeverlust. © IWU / Hessische Energiesparinformationen 02


 

Die Berechnung, die dieser Grafik zugrunde liegt, geht davon aus, dass die gesamte Wohnfläche durchgängig auf 20° C beheizt wird. Werden Teile weniger beheizt, fällt die Ersparnis geringer aus. Liegen die mittleren Raumtemperaturen höher, wird die Einsparung über den berechneten Werten liegen.

Das IWU, das für das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung die Hessische Energiesparaktion durchführt, spricht sich nicht nur generell für die Investition in Dämmmaßnahmen, sondern auch für höhere Dämmstoffdicken als die bisher häufig verwendeten 10 Zentimeter aus. Dafür sprechen dem Institut zufolge:

  • Der lange Nutzungszeitraum von deutlich mehr als 25 Jahren, auch im Hinblick auf die zu erwartenden Energiepreissteigerungen. Die Stärke einer einmal angebrachten Dämmung lässt sich nachträglich nur mit verhältnismäßig hohem Aufwand verändern.

  • Der geringe Anteil des Dämmstoffs an den Gesamtkosten (um 20 Prozent) und seine absolute Bedeutung für die Einsparung.

  • Die geringen Mehrkosten pro Zentimeter Dämmschichtdicke von 1,00 bis 1,40 €/m² bei Polystyrol.


"Wirtschaftliche Gesamtkostenrechnungen zeigen, dass das Optimum zur Zeit bei U-Werten von 0,3 bis 0,15 W/m²K liegt", so das IWU in Ausgabe 02 der Hessischen Energiesparinformationen.
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