Brandschutz bei WDVS aus Polystyrol

Fassade Brandriegel
Brandriegel sichern Fenster ab. © EnBauSa.de
11. November 2012
Fassade Brandriegel
Brandriegel sichern Fenster ab. © EnBauSa.de

Polystyrol sei in puncto Brandschutz nicht generell problematisch, erklärte Hartmut Ziebs, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands gegenüber dem Online-Magazin EnBauSa.de. Entscheidend sei die Dicke des Dämmstoffs.



Als kritische Dämmstoffdicke gelten 10 Zentimeter. In Niedrigenergiehäusern wird bereits seit zehn Jahren häufig mit höheren Dämmstoffstärken gearbeitet.

Polystyrol schmilzt bei 140 Grad. Das schmelzende Material läuft hinter dem Putz nach unten und sammelt sich auf dem Sturz der nächsten Öffnung in der Gebäudehülle. Bei höheren Dämmstoffdicken wird dort ein nicht brennbarer Sturz aus Mineralwolle angebracht. Er stabilisiert den Sturz und soll das weitere Eindringen eines Brandes in den Dämmstoff verhindern.

Möglich und meist einfacher zu realisieren sind auch so genannte Brandriegel. Sie sind für jedes zweite Geschoss bei hohen Dämmstoffdicken vorgeschrieben. Sie sollen ebenfalls verhindern, dass Feuer durch Dämmstoff zusätzliche Nahrung erhalten.

Ziebs weist darauf hin, dass Polystyrol im Brandfall zu einer sehr starken Rauchentwicklung führt. "Dieser Rauch dringt selbst durch geschlossene Fenster in andere Gebäudeteile und führt möglicherweise zu tödlichen Rauchgasverletzungen", so Ziebs.

Mineralwolle ist brandsicherer als WDVS auf Polystyrol-Basis, ist allerdings auch teurer. Die Effizienzziele der EU für den Gebäudebestand sind ohne Polystyrol kaum zu erreichen.

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