Hans-Gerd Heye

Schützen Sie Ihre WDVS-Fassade vor Wetterkapriolen!

Hans-Gerd Heye, 11. Juli 2014

Machen Sie sich ebenfalls Sorgen, wenn Sie vom globalen Klimawandel hören oder lesen? Ist Ihnen bewusst, dass sich die Klimaerwärmung zunehmend auch auf das Wetter in Deutschland auswirkt?

Für die Blog-Leser, die diese Fragen mit „nein“ beantworten, eine kurze Aufklärung. Der Zusammenhang zwischen dem globalen Temperaturanstieg durch den Kohlendioxid-Ausstoß und den immer zahlreicher auftretenden Wetterkatastrophen ist nach Ansicht von Klimaforschern ziemlich eindeutig, wenn auch unwiderlegbare Nachweise noch fehlen.

Die Wetterstatistik der vergangenen vier Jahrzehnte zeigt es auf: danach hat sich hierzulande die Zahl der Stürme, Starkniederschläge und anderer wetterbedingter Naturkatastrophen seit den 1970er Jahren mehr als verdreifacht. Und das wird sich wohl im verstärkten Maße fortsetzen. So rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) anhand von Klimamodellen zukünftig u. a. mit einer Zunahme von orkanartigen Stürmen von bis zu 50 Prozent.

Die hohen Folgekosten werden dabei nicht ausschließlich durch auftretende Starkwinde und -regen verursacht. Ein Beispiel ist das Hagelunwetter von Reutlingen vor fast exakt einem Jahr, bei dem rund 60.000 Häuser beschädigt wurden.

Da laut DWD zudem auch bei „normalen“ Stürmen über die vergangenen Jahre eine zunehmende Intensität der Windstärken registriert wird, sollten Bauherren bzw. Hausbesitzer bei der Wahl eines Wärmedämm-Verbundsystems (WDVS) der Belastbarkeit bzw. der Widerstandskraft eine größere Bedeutung als bisher zukommen lassen.

Ich habe schon in meinem Blog-Beitrag bezüglich der Belastbarkeit von WDVS auf wesentliche Punkte wie tragfähiger Untergrund und eine sorgfältige fachgerechte Fixierung hingewiesen. Ein zentrales Kriterium ist natürlich neben Wärme- und Brandschutz auch die Auswahl eines modernen WDV-Systems, das mit hoher bauphysikalischer Güte die wachsenden ökonomischen und ökologischen Ansprüche an ein WDVS in besonderer Weise erfüllt.

Um den sogenannten „mechanischen Belastungen“ – dazu zählt beispielsweise Hagel – gut zu widerstehen, sind daher WDVS mit organischen Putzen eine gute Wahl. Ihre hohe Elastizität federt die „Einschläge“ besser ab, als es die mineralischen (also in der Regel auf Zement basierenden) Alternativen können.

Wer es noch widerstandsfähiger haben will: Mittlerweile gibt es System-Varianten, die die Widerstandsfähigkeit durch die Zugabe von Basaltfasern noch weiter steigern. Sie erreichen eine Schlagenergie-Widerstandstandsfähigkeit von 90 Joule und sind nicht nur für Hageleinschlag gut gerüstet, sondern auch ballwurfsicher (nach DIN 18032-2).

Eine durch Wettereinflüsse geschädigte WDVS-Fassade bedeutet für jeden Hausbesitzer ein erhebliches Ärgernis. Das Fazit kann angesichts der ungünstigen Wetterprognosen deshalb nur heißen: Ein bisschen Mehr an Stabilität und Sicherheit gegenüber den immer extremeren Wetterlagen ist bei der System-Festlegung empfehlenswert – je nach Standort des Gebäudes etwas mehr oder weniger.

Ob Ihr Wohnort besonders gefährdet ist oder nicht, weiß Ihr Energieberater oder Ihr Fachhandwerker. Der nächste Orkan kommt bestimmt, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Mein Rat lautet daher: Sorgen Sie im eigenen Interesse für ein witterungsstabiles WDVS an Ihrem Haus – und tragen Sie so ganz nebenbei auch zu einer Verzögerung des globalen Klimawandels bei.

 

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