Spritzdämmung reduziert Verarbeitungsfehler

Spritzdämmung von Maxit
Die Spritzdämmung wird mit herkömmlicher Technik aufgetragen. © Maxit
18. Februar 2019
Spritzdämmung von Maxit
Die Spritzdämmung wird mit herkömmlicher Technik aufgetragen. © Maxit

Anders als bei Platten, kommt es bei Wärmedämmputz seltener zu Verarbeitungsfehlern, berichtet der Hersteller Maxit. Er hat mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zwei neue Dämmputze entwickelt, die sich mittels herkömmlicher Putzmaschinen an die Wand bringen lassen.

Die neue Dämmstoff-Generation namens „Ecosphere“ umfasst zunächst zwei spritzbare Dämmsysteme für Innen und Außen. Diese verbinden Mikrohohlglaskugeln als Leichtzuschlagstoff mit modernem Hochleistungsmörtel zu einem Produkt, das nicht nur mit einem Lambda-Wert (λ) von 0,040 W/(mK) in der Trockenmasse überzeugt, sondern vor allem eins im Blick hat – Ressourcenschonung. Und das gleich auf mehreren Ebenen: Die sogenannten „Glass Bubbles“ werden aus verschiedenen Arten von Sand gewonnen und sind somit nicht von der globalen Verknappung der Bausand-Bestände betroffen. Ein Ressourcenfortbestand ist also gesichert. Auch die Ergiebigkeit spricht für sich: Mit nur einer Tonne Trockenmasse lassen sich rund 8.000 Liter rein mineralische Spritzdämmung generieren. „Unsere Inspiration war die Natur. Alles ist hier exakt so ausgeführt, dass es bei möglichst geringem Ressourcenaufwand seinen Zweck bestmöglich erfüllt“, erklärt Friedbert Scharfe, Entwicklungschef bei Maxit.

An die Wand kommt die Spritzdämmung in nur einem Arbeitstag: Mehrschichtig bis zur gewünschten Auftragsstärke wird dabei „frisch in frisch“ gearbeitet. Standzeiten zwischen den Arbeitsgängen sind nicht nötig. Bis zu einer Schichtdicke von zehn Zentimetern kommen „Ecosphere“-Fassadendämmungen dabei sogar ohne Putzträger aus – bei größeren Auftragsstärken ist dieser jedoch zu berücksichtigen. Nach dem Aufspritzen mittels Putzmaschine wird die aufgebrachte Dämmschicht einfach mit einer Abziehlatte geglättet. „Dabei verhält sich die Masse im Prinzip wie Rasierschaum: Sie ist also vollkommen frei gestaltbar und doch in sich stabil“, erklärt Scharfe. Somit seien auch außergewöhnliche Formen, wie etwa Rundungen, problemlos dämmbar. „Das macht unser Produkt gerade für Architekten besonders interessant“. Eine Armierungsschicht auf gleicher Materialbasis rüstet die Spritzdämmung anschließend gegen Außeneinwirkungen aller Art. Zu guter Letzt folgen ein mineralischer Oberputz sowie gegebenenfalls ein Farbanstrich.

 „Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Plattensystemen liegen auf der Hand: Montagefehler sind bei Ecosphere quasi nicht möglich“, meint Scharfe. „Schneiden, bohren, dübeln – all das entfällt“. Da sich die Spritzdämmung zudem vollkommen flexibel jedem Untergrund anpasst, können keinerlei Hohlräume entstehen. Letztere sind sonst häufig ein sensibles Thema, gerade wenn bei Bestands-Sanierungen die Fassade von innen gedämmt werden soll und Platten zum Einsatz kommen. Friedbert Scharfe findet einen Vergleich: „Stellen Sie sich zwei Scheiben Brot vor. Bei einer versuche ich, sie passgenau mit Käsescheiben zu belegen. Die andere Schnitte bestreiche ich mit Schmierkäse. Was denken Sie, bietet wohl das lückenlosere Ergebnis?“

Quelle: Maxit /sth

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