Dämmung: Tipps für die Handwerker-Suche

Wer bei der Dämmung auf Nummer Sicher gehen will, der beauftragt damit einen Fachmann. Um einen geeigneten Handwerker für die Arbeiten zu finden, sollten Sie eine Reihe Fragen beantworten, empfiehlt Arnold Drewer vom Paderborner IpeG-Institut.

Folgende Fragen weisen den Weg zu einem kompetenten, geeigneten Handwerker für eine Dämmmaßnahme:

Bietet der Handwerker eine Auswahl an Produkten an?

Hat der Handwerker nur wenige Produkte oder gar nur eines im Angebot? Das wäre ungünstig. Ein Fachmann sollte immer mehrere Marken und auch Materialien zur Auswahl haben, damit für jedes Bauteil das jeweils passende Produkt verwendet werden kann.

Kennt der Handwerker die Anforderungen der EnEV und der KfW?

Ein Handwerker begeht eine Ordnungswidrigkeit, wenn er dämmt, ohne über die Anforderungen der EnEV und der KfW Bescheid zu wissen. Führt er eine energetische Sanierungsmaßnahme durch, muss er dafür auch eine so genannte „Fachunternehmererklärung“ ausstellen. In dieser bestätigt der Handwerker, dass er seine Leistungen nach den Richtlinien der EnEV durchgeführt hat.

Bietet der Handwerker Ihnen die Möglichkeit zur Mithilfe an?

„Einem guten Handwerker sollte auch daran gelegen sein, die Kosten möglichst gering zu halten“, so Drewer. Daher ist es ein gutes Zeichen, wenn der Handwerker dem Auftraggeber anbietet, durch einfache Handlangerarbeiten mitzuhelfen. Damit können Bauherren viel Geld sparen. Einfache Arbeiten sind etwa Löcher bohren, Dämmstoff transportieren und in die Einblasmaschine einwerfen, Spanplatten auf die Decke tragen oder die Baustelle säubern.

Kann der Handwerker die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme ausrechnen?

Wichtig ist auch, dass ein Handwerker konkrete Aussagen über die Einsparung durch eine Maßnahme treffen kann. Ist das nicht der Fall, weiß er laut Drewer nicht, was er tut. Er sollte seinem Kunden den Vorher-/Nachher-U-Wert und die Energieeinsparung berechnen können.

Kann der Handwerker bei einer Hohlraumdämmung (von zweischaligem Mauerwerk) eine bauphysikalische Berechnung vorweisen?

„Nimmt ein Handwerker eine Dämmmaßnahme vor, verändert er damit die Physik des Hauses. Deshalb muss er die bauphysikalischen Grundlagen kennen und berechnen können. Bei einer diffusionsdichten Außenhaut können beispielsweise Wasserschäden (Abplatzen der Farbe oder der Klinkeroberfläche) entstehen“, sagt Drewer.

Kann der Handwerker Referenzen vorweisen?

Die Erfahrung eines Handwerkers ist entscheidend für den Erfolg seiner Arbeit. Seit wann führt der Handwerker schon Dämmmaßnahmen durch, wie viele Referenzen kann er vorweisen und welche?  Wer hat ihn geschult? All das sind wichtige Punkte, die der Kunde erfragen sollte. Idealerweise hat der Handwerker eine Referenzliste, anhand derer der Auftraggeber frühere Kunden anrufen und befragen kann.“

Viele Handwerker können nicht alle Punkte leisten und trotzdem die richtige Wahl sein. Dann nämlich, wenn sie sich für die Bereiche, die sie nicht abdecken können, mit erfahrenen Energieberatern oder Architekten zusammenschließen. Entscheidend für ein zufriedenstellendes Ergebnis ist die gute Zusammenarbeit.

 

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