Hans-Gerd Heye Wärmeschutz gleich Klimaschutz: Jeder sollte mitmachen

Klimaschutz ist wieder in aller Munde, nicht zuletzt durch das Engagement unserer Kanzlerin. Angela Merkel hat den Kampf gegen den Klimawandel als eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit bezeichnet. Seine Bedeutung ist mittlerweile (bis auf Donald Trump) auch den Regierungschefs der führenden Nationen bewusst. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist auch besonders wichtig, denn nur durch internationale Vereinbarungen wie dem Pariser Klimaschutzabkommen kann eine globale Klimakatastrophe verhindert werden.

Mit Absichtserklärungen allein ist es natürlich nicht getan. Leider hapert es auch hierzulande mit der effektiven Umsetzung des Klimaschutzes. Die Bundesregierung hattezum Beispiel vor einigen Jahren die Stagnation bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen erkannt. Deshalb wurde im Dezember 2014 das Aktionsprogramm „Klimaschutz 2020“ verabschiedet, um zusätzlich mindestens 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) einzusparen.

Weitere Anstrengungen müssen noch folgen. So erklärte Dr. Peter Ahmels, Leiter der Abteilung „Klima und Energie“ bei der deutschen Umwelthilfe, in einem Interview mit der Initiative „Dämmen-lohnt-sich“, dass Deutschland für die Erreichung seiner langfristigen Klimaschutzziele noch einiges mehr unternehmen muss. Er betonte dabei die Bedeutung des Wärmesektors, da hier 55 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und 40 Prozent der CO2-Emissionen anfallen. Wenn bis 2050 wie vorgegeben der deutsche Gebäudebestand klimaneutral sein soll, muss „über den Daumen gepeilt“ die bisherige Sanierungsrate verdoppelt werden.

Es reicht auch nicht aus, nur auf erneuerbare Energien wie aus Wind, Wasser- und Sonnenkraft zu setzen. Viele Menschen überschätzen deren Einfluss – trotz der vorhandenen technologischen Fortschritte und der rasanten Zunahme von entsprechenden Energiegewinnungsanlagen. Aktuell decken regenerative Energien nur 13 Prozent des Bedarfs. Auf Energieeinsparung und mehr Effizienz beim Umgang mit Energie kann also auch zukünftig nicht verzichtet werden.

Abschließend lautet mein Appell daher: Klimaschutz betrifft uns alle. Es geht nicht nur um unser Wohlergehen, sondern auch um unsere Verantwortung für kommende Generationen. Deshalb sollte jeder Einzelne durch energiesparendes Handeln zum Klimaschutz beitragen. Wer die Gefahren eines drastischen Klimawandels erkannt hat, darf zum Beispiel als Besitzer eines ungedämmten Althauses mit veralteter Heiztechnik eine energetische Gebäudesanierung eigentlich nicht mehr auf die lange Bank schieben. Die allein durch baulichen Wärmeschutz erreichbaren CO2-Reduzierungen sind nämlich erstaunlich. So kann laut der renommierten Energie- und Klimaexpertin Professor Claudia Kemfert schon ein Vier-Personenhaushalt in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus durch Wärmedämmung den CO2-Ausstoß jährlich um bis zu zwei Tonnen senken. Das ist dann gelebter Klimaschutz.

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