Ronny Meyer Das große FAZ-Eigentor

Mit 19 oder 20 hatte ich mal die Idee, mich mit grauem Hausmeisterkittel und Werkzeugkoffer verkleidet, ohne Eintrittskarte am ahnungslosen Sicherheitsposten (neudeutsch: „Security“) vorbei durch den Hintereingang in ein Rockkonzert hineinzumogeln. Ich hatte es mich dann aber doch nicht getraut, obwohl es sicher eine Mordsgaudi gewesen wäre. Aber sowas macht man nicht!

In der Bauszene gibt es den Architekten Konrad Fischer, der sich häufiger mal als versierter Experte für Fassadendämmung ausgibt. Mit Aussagen, die sich für Laien im ersten Moment recht plausibel anhören können, wendet er sich gern an ahnungslose Redakteure. Da diese heutzutage nahezu alle unter Zeitdruck und Dauerstress stehen, mogelt er sich so in Fernsehsendungen und Zeitungsartikel hinein. Konrad Fischer traut sich das, obwohl man sowas nicht tun sollte.

Nun freute sich am 13. Mai auch die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in einem Artikel mit der Überschrift „Stoppt den Dämmwahn“, dass auch sie ein Exklusiv-Zitat von Herrn Fischer aus seinem Fundus des Pauschalgemeckeres gegen die Hersteller von Dämmplatten abdrucken konnte: „An dem Klimbim der Dämmstoffindustrie stimmt praktisch überhaupt nichts“, diktierte Fischer dem Redakteur in den Notizblock, der das auch prompt genau so in das ansonsten seriöse Blatt hievte. Dass so ein Satz eventuell gar eine Spur unsachlich sein könnte, darauf kam FAZ-Redakteur Georg Meck offenbar nicht. Denn jemand wie Fischer, der es (Zitat) „durch Funk und Fernsehen zu einiger Berühmtheit als Kämpfer gegen den Dämmwahn gebracht hat“, wird ja wohl kein dummes Zeug erzählen. Sorry, FAZ, vielleicht tut er das doch! Da hast Du Dir aber ein ganz dickes Eigentor geschossen.

Mensch Meck, Sie wissen doch: Heute kommt praktisch jeder ins Fernsehen, der Quote bringt. Ich selbst trete immer weniger vor Fernsehkameras, weil ich inzwischen zu spüren meine, dass der Quotendruck so hoch geworden ist, dass manche Fernsehredakteure zwischenzeitlich auch den Experten gerne mal ein „Skandalzitat“ in den Mund legen möchten. Eines, was der Experte bitteschön erzürnt oder entsetzt vor laufender Kamera aufsagen soll, damit die Quote stimmt. Da müssen Fassaden brennen, damit sie wenigsten annähernd soviel Aufmerksamkeit bekommen, wie Günter Wallraff, der mit seiner versteckten Kamera Schnellrestaurants öffentlich an den Pranger stellt: „Die da sind die Bösen, wir sind die Guten.“ Diese Form von Journalismus hat kürzlich FAZ-Blogger Stefan Niggemeier zurecht aufs Korn genommen. Nun schwappt diese Welle dubioser Enthüllungsrecherche zurück zur FAZ und dort direkt ins Wirtschaftsressort.

Stefan Niggemeier ruft derzeit ein online-Magazin ins Leben, bei dem gut recherchierte Zeitungsartikel ohne Redaktions-Zeitdruck und ohne irgendwelche Abhängigkeiten veröffentlicht werden sollen. Da macht man sich so seine Gedanken. Auch über die Zustände bei der FAZ.

Beim Studieren des FAZ-Artikels „Stoppt den Dämmwahn“ kann ich mit Sicherheit sagen, dass dieser Artikel nicht gut recherchiert war. So echauffiert sich Georg Meck etwa – gestützt auf eine Studie des Prognos-Instituts – darüber, dass die Deutschen bis zum Jahr 2050 „838 bis 953 Milliarden Euro“ für die energetische Sanierung von Gebäuden ausgeben würden. 953 Milliarden Euro, was für eine gigantische Zahl. Auf den ersten Blick zumindest. Wer sich seinen Taschenrechner schnappt und die Summe durch die Anzahl der Jahre bis 2050 teilt (also 36), kommt auf eine jährliche Investition von 26,5 Milliarden Euro. Das ist immer noch viel Geld – für eine Person zumindest. Teilt man nun die 26,5 Milliarden Euro durch die Anzahl der Wohnhäuser, die damit jährlich saniert werden sollen – nämlich rund 400.000 – dann macht das pro Haus rund 66.000 Euro. Auch das ist noch viel Geld.

Diese Summe muss man nun durch zwei teilen, da durchschnittlich pro Wohnhaus zwei Wohnungen existieren. Werden die nun verbleibenden 33.000 Euro für die heute üblichen Zinsen in Höhe von etwa zwei Prozent mit einer Laufzeit von 20 Jahren finanziert, so hat man für monatlich 165,00 Euro eine picobello energetisch sanierte Wohnung mit maximaler Behaglichkeit. Wenn dann noch die Energieeinsparung – gerade bei uralten, unbehaglichen Energieschleudern – dank Wärmedämmung um realistische 100 bis 150 monatlich zurückgehen, sollte man nicht von „Dämmwahn“ sprechen und einen „Experten“ wie Konrad Fischer zitieren, der solche Berechnungen als „Klimbim“ bezeichnet. Wir sprechen hier übrigens nicht von subventionierten KfW-Krediten, sondern von normalen Darlehen. Mit KfW-Krediten und Zuschüssen wird’s wirtschaftlich richtig lohnend.

Nein: Mit billiger Polemik und überheblich gewählten Formulierungen, die bei Licht betrachtet einfach nur peinlich und auf der Skala der professionellen Formulierungskunst ungefähr bei „Minus 10“ liegen (Dämmplatten „anpappen“, „Klimbim“ und so weiter), kann man nicht punkten. Auch das Geschrei, dass die Energieeinsparverordnung (EnEV) wegen ihrer ständigen Verschärfungen uns die Dämmung aufzwingen würde, entpuppt sich als schnell dahergeschriebene Unwahrheit. Klar, Konrad Fischer will das nicht wissen, weil er es offenbar nie nachgerechnet hat.

Wir tun es hier an dieser Stelle: Der maximal zulässige Wert für den Jahres-Heizwärmebedarf eines Wohnhaus-Neubaus lag 1995 (Wämeschutzverordnung III) bei etwa 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Aktuell liegt er (EnEV 2014) bei etwa 80 Kilowattstunden, was einer Verschärfung von gerade mal 20 Prozent in 19 Jahren entspricht. Da aber die Bau- und Dämmstoffe im selben Zeitraum im Mittel um mindestens 50 Prozent leistungsfähiger geworden sind, ist die aktuelle Fassung der EnEV eine klare Entschärfung der Vorschriften. Spannend Herr Meck, oder? Man muss nur gut recherchieren.

Ich würde gerne mal mit Konrad Fischer in einer Talkshow Platz nehmen. Liebe Fernsehredakteure: Ich versichere Euch, Ihr hättet eine Super-Quote. Konrad Fischer, würden Sie sich trauen? In dieser TV-Sendung würde ich vorrechnen, dass die Deutschen, wenn sie ab sofort nicht mehr dämmen, bis zum Jahr 2050 weit mehr als 953 Milliarden unnötig verheizen, wenn ab sofort die Energiepreise nicht mehr steigen würden. Herr Fischer und Herr Meck: das ist nicht „Klimbim“, das ist Mathematik.

Die FAZ-Wortwahl, dass Dämmplatten „angepappt“ würden, lässt zudem auf eine gewisse Hochnäsigkeit schließen, die zugleich ein Schlag ins Gesicht unserer Handwerker ist. Etwas mehr Distanz, auch in der Wortwahl, wäre angebracht. Denn man möchte als Journalist doch der Wahrheitsfindung dienen. Die Wahrheit ist, dass unsere Handwerker (sofern man nicht als Schnäppchenjäger zu einem Billigheimer rennt) Dämmplatten nicht anpappen, sondern mit speziellem Mörtel sorgfältig auf den alten Putz kleben und professionell verdübeln, so dass ein bauphysikalisch funktionsfähiges Bauteil entsteht und das Gebäude für die nächsten Jahrzehnte wieder tiptop dem Stand der Technik entspricht. Vielleicht lässt man auch mal die Millionen Hauseigentümer zu Wort kommen, die sich in ihren gedämmten Häusern hoher Behaglichkeit und niedriger Heizkosten erfreuen.

Am Sonntag, 18. Mai legte Georg Meck nochmals nach und bot für Montag eine Sprechstunde an. Mit dabei Dämmwahn-Promi Konrad Fischer. (Blog-Beitrag: Rat für Leser. Wer hilft gegen den Dämmwahn?). Um 18:06 Uhr fragte Sebastian Benda: Welche ökologischen Dämmstoffe sind denn zu empfehlen? Ich will kein Styropor! Gibt es Alternativen?

Fischer antwortet kurz und bündig: „Es gibt für die Fassadendämmung keine Alternative. Lassen Sie ihre Wand einfach so, wie sie ist.“ Styropor sei ein Massenprodukt, alle anderen Dämmstoffe seien noch schlechter. Was für’n Unsinn: Für die Fassade sind beispielsweise – wenn man auf Öko-Dämmstoffe setzen möchte – Holzweichfaserplatten bestens geeignet, im Dach ist als eine mögliche Alternative eine Kombination aus Holzweichfaserplatte (sommerlicher Wärmeschutz) plus Öko-Glaswolle (oder Zelluloseflocken) empfehlenswert.

Nun die Ehrenrettung für die FAZ: Ebenfalls am Sonntag, 18. Mai, gab es in der Sonntags-FAZ einen hervorragenden Beitrag über die südschwedische Stadt Växjö, die als „grünste Stadt Europas“ weltweit als Vorbild für Energieeffizienz und Zukunft gilt. Redakteurin Nadine Oberhuber nennt auch einen der wichtigsten „Bausteine“ des Umweltkonzepts von Växjo: Passivhäuser. Und die sind ja bekanntlich richtig gut gedämmt. Auch an der Fassade. Dämmwahn in Schweden? Von wegen. Dämmung steht in Schweden genau wie in Deutschland für Umweltschutz, Energieeinsparung und Zukunft. Dämmung steht somit auch für Vernunft. Danke FAZ hierfür.

Übrigens: Die Deutschen geben bis zum Jahr 2050 rund 288 Milliarden Euro etwa für Bier aus. Auch eine gigantische Zahl: „Stoppt Zapfhahn und Bierwahn“.

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27 Kommentare zu „Das große FAZ-Eigentor“

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  • Arnold Drewer

    26. Mai 2014 (18:35)

    Klasse Beitrag, Ronny!
    Übrigens war ich der Stephan Benda! Hatte während des blogs mich 20x als verschiedene Personen „verkleidet“ – und zwei Besucher, die zufällig in meinem Büro waren, ebenfalls. Das, was wir da zu hören bekamen, war … (hm. mir fallen eigentlich keine Worte ein. Nur soviel: dagegen ist die BILD-Zeitung hohe Literatur). Senden Sie (Du?) den enbausa-Beitrag in print-Version an den Herausgeber der FAZ, oder soll ich das tun?
    Leider verirren sich hierher keine dieser Journalisten, und Architekten/Energieberater auch nur die, welche sowieso schon Ahnung haben. Wir müssen Einschreiben mit Rückschein senden – die Investition will ich wohl tätigen.

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  • Arnold Drewer

    26. Mai 2014 (18:58)

    Im Jahr 1997 betrugen meine Heizkosten (umgerechnet) 228 € pro Jahr (Gas). Im Jahr 2013 lagen sie bei 625 €. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 6,1%. Ich weiß nicht genau, wie hoch die Gesamt-Heizkosten in Deutschland sind. Nehmen wir mal an, sie lägen bei 2.000 € (durchaus realistisch). Würde man durch geeignete Maßnahmen (natürlich auch Erneuerung der Heizungsanlage usw.) den Verbrauch halbieren, würden 1.000 € pro Jahr eingespart. Kumuliert auf 30 Jahre sind das 80.000 €. Und bei 28 Mio WE wären das dann 2,2 Billionen €. Davon müssten dann die Sanierungskosten abgezogen werden. Und die Zinsen dafür (im Moment sind die ja ziemlich niedrig)

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  • seewald

    31. Mai 2014 (23:37)

    Mein lieber Ronny Meyer,
    Warum bloß habe ich bei Ihrem interessant aufgemachtem Beitrag bloß das Gefühl, es wäre ein bezahlter Blog? Im Übrigen, schon mal was von Bauphysik gehört? Innen dichter als außen.
    Und zu „Styropor“ gibt es sehr wohl eine Alternative. Diffusionsoffene Steinwolle.
    Beste Grüße..

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  • Konrad Fischer

    1. Juni 2014 (18:50)

    Lieber Herr Meyer,
    herrlich, wie Sie sich wieder mal an mir aufarbeiten. Ganz großes Theater! Und ja doch, gerne mal ein Pro&Kontra mit Ihnen, inkl. atemberaubender Rechenkunststücke nach Lust und Laune – es wäre mir ein wahrer Hochgenuß, ehrlich. Da der Vorschlag von Ihnen kam und Sie bestimmt beste Beziehungen Ihr eigen nennen dürften:

    Wie wäre es, wenn Sie Ihre Spießgesellen von irgendeiner Energiesparaktion oder irgendeinem Dämmstoffverband als Organisator der selbstverständlich öffentlichen Aktion gewönnen? Mir ist das bisher leider nicht gelungen, und seien Sie gewiß, ich habe es quasi „fast ganz oben“ mehrmals probiert. Sogar mit dem Chef des IBP in Stuttgart kreuzte ich seminarhalber schon mal die Klingen. Leider waren wir fast 100%ig einer Meinung und bekamen darauf von den anwesenden Dämmstoffvertretern beide eine 6.

    Natürlich haben Sie recht: Den Saal würden wir beide bestimmt brechend vollbekommen. Und alle meine medialen „hochnäsigen Ahnungslosen“ lade ich persönlich ein, versprochen …

    Das wäre doch ein Hit, oder? Einen Anfang mache ich übrigens am 21.6.2014 hier: http://www.vdgn.de/vdgn-journal/2014/vdgn-journal-4-2014/beitrag/fassadendaemmung-wohltat-oder-wahn/

    Ihr Handschuh liegt im Ring, meiner jetzt auch. Nehmen Sie ihn auf und melden Sie sich mit einem konstruktiven Vorschlag. Ich beiße nicht, versprochen!

    Besten Gruß
    Konrad Fischer

    PS. Noch nicht entdeckt?: Meine F.A.Z.-Antworten als Video hier http://youtu.be/ES64I6vU090 – das wird Ihre Schreibwut bestimmt neuerlich anfeuern, probieren Sie es aus …

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  • Rainer

    2. Juni 2014 (09:14)

    Solche apodiktische, selbsternannte Technologieskeptiker gibt es auf allen Gebieten. Schlimm ist es, wenn scheinbare „Leitmedien“ denen eine Plattform bieten oder gar suggerieren, deren pseudowissenschaftliche Argumente währen mehr als eine abstruse Ansicht der Dinge.
    Leider fehlt den allermeisten (Zuhörern, Lesern) entweder die Basis solche komplexen Zusammenhänge überhaupt verstehen zu können und was schlimmer zählt, der Wille sich das notwendige Fachwissen selbst zu erarbeiten. Da wird dann das „Gefühl“ bemüht und wenn einer „dagegen ist“, scheint dies den Reflex auszulösen sich quasi „hinter“ diesen „vermeintlichen Rufer in der Wüste“ zu stellen.
    Die Empfänglichkeit für Verschwörungstheorie(en) nimmt mit dem Medium Internet ein geradezu erschreckende Ausmaß an. Wer sich „alternativ“ dem „Mainstream“ entsagen möchte, sucht die Wahrheit bei solchen Protagonisten. Statt sich selbst im Rahmen seiner Möglichkeiten kundig zu machen, wechseln erschreckend viele einfach zu scheinbaren Alternativen. Ist dieser „Schritt“ einmal getan, ist es nahezu unmöglich jemanden mit wissenschaftlich fundierten Argumenten zu überzeugen. Wurde ja vorher, wie nachher, niemals ein ernsthafter Versuch gemacht, das jeweilige Thema eigenständig zu verstehen.
    Die Lust „anders zu sein“ wird mit Individualität verwechselt. Das nützen solche „Propheten“ einfach schamlos aus. Das beunruhigende ist bei solchen Menschen, der schon beinahe religiöse Anspruch, an ihre eigene Vorstellung wie „etwas zu sein hat“ zu „glauben“. Wer mit dem notwendigen Wissen ausgestattet, mal erleben möchte wie das auf „höchsten Niveau“ funktioniert, möge mal nach „Energiewende und der energetische Erntefaktor“ suchen. Vorsicht ! Eine sehr subtile Methode, erst Zweifel zu schüren um dann „seine Sicht“ dauerhaft einzupflanzen.
    Geschickt nutzen alle die etwas dauerhaft diskreditieren möchten, die immer vorhanden negativen Aspekte eine Methode, einer Sache. Geht es aber bei „Anti-Dämmung“ um eine echte alternative Lösung – eher nicht. Es geht nicht darum „wie man es richtig macht“, sondern darum das man „es gar nicht macht“ – völlig alternativlos ! Sachlichkeit, Fachwissen usw. werden durch krude Polemik ersetzt. Fehlt nur noch der inzwischen allgegenwärtige Button „gefällt mit“. Endlich einer der es den Fachfuzis mal richtig gibt ! Fachwissen „demokratisch“, quasi per Abstimmung. Erstaunlich und symptomatisch, den Button „gefällt mir nicht“ gibt es nur durch eigenes Zutun.
    Was nun besonders gut im WWW funktioniert, jeder der „Beweise für oder gegen etwas sucht“, wird zahlreiche WEB-Seiten finden, welche im Grund sich lediglich gegenseitig bestätigen. „Alpha und Omega“ als Endlosschleife – Irrtum ausgeschlossen …

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    • Konrad Fischer

      3. Juni 2014 (20:41)

      Sehr geehrter „Rainer“, für einen Alleinversteher komplexer Zusammenhänge haben Sie hier aber außer Polemik und Anklagen bekannter Manier erschreckend wenig Argumente gegen die dämmkritische „Pseudowissenschaft“ vorgebracht. Im Klartext Null! Wo sind sie? Na?

      Und ich wette fast, Sie haben die hier einschlägigen wissenschaftlichen und bisher unwiderlegten Untersuchungen universitärer und sonstig seriöser Institutionen von Finnland über England, Deutschland, Österreich und die Schweiz bis Italien noch nicht einmal gelesen. Deren Fazit: Vergiß die pseudowissenschaftliche U-Wert-Berechnung für den Wärmebedarf von gedämmten oder ungedämmten Gebäuden! Und insbesondere: Fassadendämmung auf Massivwänden steigert die Heizkosten.

      Und mein Fazit: Bildung tut not.

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      • Theo

        6. Juni 2014 (15:18)

        Auch witzig. Fehlende Belege beklagen und dann nur von „einschlägigen .. wissenschaftlichen … Untersuchungen aus SF, UK, D, AT, I“ reden, ohne konkret zu werden. („Wo sind sie? Na?“) Vielleicht „Tollenbrink“? Ist widerlegt -> hier im Blog nachzulesen http://wdvs.enbausa.de/wp-content/uploads/2014/05/tollenbrink-eicke-hennig.pdf. Und diese lange, lange Liste: http://www.mehr-als-rauputz.de/kundenstimmen.whtml), nur aus dem Süden, in der (private) Bauherren über die Energieeinsparung nach der Sanierung berichten – alles Einbildung? Nein, es sind Beispiel für kluge und weitsichtige energetische Sanierung, bei der die Fassadendämmung eine gewichitge Rolle im Zusammenspiel oft mehrere Maßnahmen spielt. Und es sind weitaus mehr Belege, als irgendwo irgendEIN Gebäude, bei dem dann ein Bauschaden entstanden sein mag.

        Antworten
  • Ronny Meyer

    6. Juni 2014 (10:39)

    Guten Tag, Herr Fischer,

    es freut mich, dass Sie dem direkten Dialog zustimmen. Auch wenn ich diese Diskussion am liebsten sofort starten würde, wäre mein Vorschlag, dass wir unser Zusammentreffen mit ausreichend Vorlauf organisieren. Wir sollten dieses Gespräch in jeder Hinsicht professionell vorbereiten und bewerben, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Einverstanden? Ich nehme nach Pfingsten direkt Kontakt mit Ihnen auf, um die ersten Details abzustimmen.

    Ich habe mir Ihren youtube-Video-Mitschnitt des FAZ-Lesertelefons aufmerksam angeschaut und möchte Ihnen schon heute deutlich sagen: Da es um so wichtige Themen wie “Klimaschutz”, “Ressourcenschonung” und “langfristiger Wert-Erhalt unserer Häuser” geht, lasse ich keinen Zweifel daran, dass wir bei unserem – ruhig auch emotional und lebhaft geführten – Dialog immer als Ziel vor Augen haben müssen, die Menschen wahrhaftig aufzuklären und ihnen nicht “Meinung” als “Tatsache” verkaufen. Es geht darum, den Bürgern Orientierung zu geben und nicht weiter zu verunsichern, wie es in der Vergangenheit durch die polemisch-unsachliche Medienberichterstattung leider geschehen ist. Wir müssen zwingend in unserem Dialog belastbare Antworten auf die dringlichsten Fragen finden. Etwa:

    – Wie hoch ist die Energieeinsparung bei einer energetischen Sanierung tatsächlich und warum kursieren so unterschiedliche Aussagen?
    – Wieviele Gebäude gibt es in Deutschland, die stark sanierungsbedürftig sind und die im Zuge einer ohnehin anstehenden Modernisierung mit relativ geringem Aufwand auch vernünftig gedämmt werden können, da man bei einem Verzicht auf Dämmung lediglich eine hübsch angestrichene Energieschleuder besitzen würde?
    – Wie wahrscheinlich ist es, dass das gedämmte Gebäude schimmelt, veralgt oder in Brand gerät? Gibt es hier verlässliche Statistiken?
    – Wie hoch ist der tatsächliche Anteil an Sanierungen, die überhaupt nicht funktionierten – und wie hoch ist der Anteil, in denen das Sanieren (energetisch! Also umfassend, bedarfsgerecht – planvoll zusammengestellt mit Blick auf die gesamte Gebäudehülle und die Heizquelle!) keine oder nur eine geringe Energie-Ersparnis gebracht hat?

    Antworten, die beispielsweise mit der Floskel “Mir ist nicht bekannt, dass …” oder “Man weiß doch, dass …” beginnen, bringen uns hier nicht weiter. Für eine Diskussion, in der wir uns gegenseitig irgendwelche halbgaren Behauptungen um die Ohren pfeffern, bin ich nicht zu haben. Es gilt also nun für uns beide, dass wir unsere Aussagen und Standpunkte so vorbereiten, dass wir alle Aussagen auch für Laien nachvollziehbar belegen. Wir sind beide rhetorisch so gut, dass wir dem Bürger auch “Halbwahrheiten” als “in Stein gemeißelte” Wissenschaft unterjubeln könnten. Eine Diskussion, in der so etwas passiert, werde ich aber sofort verlassen.

    Ich denke, wenn wir dieses Gespräch vernünftig und professionell vorbereiten und einen objektiven Moderator finden, wird der Gewinner unser Publikum sein, das Klarheit in einer festgefahrenen Pro-und-kontra-Diskussion erfährt. Nichts anderes kann unser Ziel sein.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ronny Meyer

    Antworten
  • Konrad Fischer

    7. Juni 2014 (22:51)

    Lieber Herr Meyer,
    Halbgares gibt’s bei mir nicht. Rufen Sie an, Mittwochs bin ich erreichbar 10-16, 09574-3011.
    Auf daß der Geist der Wahrheit sich ergieße! Nichts anderes.
    Konrad Fischer

    Antworten
  • Toni Kroeger

    10. Juni 2014 (10:23)

    Guten Tag Herr Fischer,

    eine nachvollziehbare Darstellung. Indes, ich würde zum Beispiel in einem um seine Identität beraubten Altbau keine Wohnung beziehen. Vielleicht wäre energetisch – allerdings ohne Nutzen für Handwerk und Produktion von Dämmstoffen – sinnvoll, einmal die Energiebilanz an Einsparung zu ziehen, wenn unnötige Energieverschleuderung, von ganznächtlicher städtischer Beleuchtung der Straßen, Schaufenster, Bürogebäude, usw. usw. bis zu heute übllichem Stand-by naherzu aller Geräte, beendet werden würde?
    Vielleicht ließe sich damit mehr Energie einsparen als mit sämtlichen Dämmungsmaßnahmen zusammen?
    Leider fehlen mir dafür selber erforderliche Grunddaten (durchschnittlicher Energieverbrauch in Nachtzeiten bei kleineren, mittleren und großen Städten pro Nacht und Jahr; durchschnittliche Steigerung des Energieverbrauchs in Bezug dazu für die letzten 40 Jahre; durchschnittliche Energielast der verschiedenen Energieerzeuger zu diesen Reihen mit Bezug auf den Effizienzgrad).
    Es wäre sicher eine interessante Rechnung…
    Mit freundlichen Grüßen
    Toni Kroeger

    Antworten
  • Michael Kessler

    16. Juni 2014 (20:53)

    Meine Herren … ich bin sehr gespannt auf die Gesprächsrunde. Ich habe noch ein paar Vorschläge für den Rahmen der Diskussion:

    Einige Sätze/Satzanfänge bzw. Formulierungen sollten in der Diskussion nicht vorkommen dürfen, da Sie jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren:

    – „Ich habe schon Häuser gesehen, die …“ / „ich kenne Fälle, …“
    KEINERLEI BEISPIELE von schlecht oder gut funktionierender Dämmung! Beispiele haben generell keinerlei (bzw. nur eine SEHR begrenzte) Aussagekraft in der Diskussion und dürfen deswegen nicht verwendet werden, da es für ALLES Beispiele gibt. Es gibt z.B. dokumentierte sogenannte „spontane Heilungen“ von als unheilbar eingestuften Patienten in der Medizin, die aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht einfach (noch) nicht erklärbar sind – es streitet aber keiner darüber, ob wir deswegen z.B. Medikamente nicht mehr nehmen oder ärztliche Eingriffe nicht mehr vornehmen lassen sollten (außer einige Sekten und religiöse Eiferer!). Nur statistisch signifikante Ergebnisse oder physikalische Tatsachen sollten diskutiert werden.

    – Wissenschaftlich uneindeutige Wörter wie „gepappt“, „zugeklebt“, „klatschen“, „Klimbim“, „verpestet“, „riesig“, „Wahn“, „dämmt gut/schlecht“, „funktioniert überall/überall nicht“ (keine Quantifizierung enthalten), etc. gehören selbstverständlich verboten, auch wenn Sie als Zitat verwendet werden, denn wir wünschen uns eine sachliche, wissenschaftliche Debatte, die einen Mehrwert schafft.

    – Alle wissenschaftlichen Studien, auf die während der Diskussion Bezug genommen wird, müssen VOR der Diskussion öffentlich zugängig gemacht werden – logischerweise auch die Inhalte bzw. Erkenntnisse, die man aus „geheimen“ Studien in der Diskussion verwendet.

    – Die Ergebnisse der Studien sollten vorab – ähnlich wie beim IPCC – von einem unabhängigen Wissenschaftler ZUSAMMENGEFASST werden, damit man auch hier eine relevante und seriöse Übersicht über den aktuellen wissenschaftlichen Stand hat. Vielleicht sind auch Review-Paper zu den Themen bekannt, die herangezogen werden können?? Der Moderator könnte sich um einen unabhängigen Fachmann bemühen (muss auch aus meiner Sicht nicht unbedingt ein BAUPHYSIKER sein – er soll ja in erster Linie WISSENSCHAFTLICH die wissenschaftlichen Ergebnisse zusammenfassen, die es zu dem Themengebiet gibt).

    – mögliche Berechnungen und Ergebnisse von Berechnungen müssen beiden Parteien vorher vorliegen, damit konstruktiv diskutiert werden kann. Dann ist es sinnvoll über ANNAHMEN und PARAMETER zu diskutieren, aber nicht über die Berechnungsgrundlagen an sich – also das „Modell“. Was am meisten nervt ist immer die Talkshow-Aussage: „Was der andere gerade vorgerechnet hat stimmt einfach nicht“.

    – wer und in welchem Maße Geld in dem Marktsegment „Wärmedämmung“ verdient, sollte bei der Diskussion zweitrangig sein – es sollte jedem Klar sein, dass es in allen Bereichen, in denen viel Geld zu verdienen ist, Interessenspolitik betrieben wird!

    – Klimaschutz/Klimawandel (existiert / existiert nicht / anthropogen?) sollte in der Diskussion ausgeklammert sein, da dies nicht zielführend ist und ein anderes Themengebiet.

    Auf einen sinnvollen, wissenschaftlichen Dialog!

    Antworten
  • Torsten Lehmann

    18. Juni 2014 (15:48)

    Ich muss einem Vor-Kommentator anschließen. Sorry, es richt verdammt nach einem bezahltem Blog … Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Dämmverbundsystemen – vor allem aus ästhetischem Blickwinkel. Die mit Styropor gedämmten Wände an Altbauten oder Altneubauten sind nach wenigen Jahren (des sehr schnellen Verschleißes) ein Schandfleck – das sieht jedes Kind. Nicht nur aus diesem Grund sollte über das Thema ganz neu nachgedacht und diskutiert werden.

    Antworten
  • Till Stahlbusch

    15. Juli 2014 (17:46)

    Ich finde es gut, dass es so bunte lustige Vögel wie Herrn Fischer oder den emeritierten FH-Professor Fehrenberg in der Diskussion über Sinn und Unsinn von Wärmedämmung gibt. Gut ist auch, dass es so viele kläglich informierte Journalisten gibt, die so elegant mit Halbwahrheiten jonglieren. Denn diese kongenialen Partner halten auf diese Weise die Diskussion zur Wärmedämmung in der öffentlichen Wahrnehmung.
    Und wer weiß – vielleicht sind die Argumente und Beweisführungen von Herrn Fischer, dass Wärmedämmung Unsinn ist, ja gar nicht verkehrt. Große Denker waren mit ihren bahnbrechenden Ideen am Anfang immer allein und angefeindet. Später haben sie dann die ganze Welt mit ihren Wahrheiten in Staunen versetzt. Denken Sie nur an Galileo, oder Einstein… Vielleicht befinden wir uns ja an der Schwelle zu einer völlig neu zu denkenden Physik – dergestalt, dass Heizwärme im Winter zwar immer durch die Fenster, durchs Dach und auch durch die Kellerdecke nach außen entweicht – nicht aber durch die Fassade. Denn diese, und nur diese, hat – so wird man einst wissen – irgendetwas Magisches, das der Raumwärme befehlen kann, im Haus zu bleiben. Toll, nicht wahr?
    Wir sollten behutsam mit Denkern umgehen, die schon heute Zusammenhängen auf der Spur sind, deren Tragweite wir Normalmenschen zu fassen noch gar nicht in der Lage sind..

    Antworten
  • Rainer

    16. Juli 2014 (22:20)

    Herr Till Stahlbusch,

    das haben Sie sehr schön formuliert ! Verkannte Genies sind bei Ihnen in den besten Händen !!!

    Leider bin ich erst jetzt wieder mal hier gelandet und war erstaunt über die Tatsache, der Prophet hat mich direkt angesprochen. Von seinen Lippen perlte gar eine für mich erstaunliche Botschaft „Fassadendämmung auf Massivwänden steigert die Heizkosten“ :shock:

    Morgen – nein gleich heute noch werde ich die Dämmung von meinen Wänden reißen – endlich ist mir klar warum ich soviel Energie verschwende. Inzwischen hab ich mir´s überlegt, ich werde erst im Winter die Dämmung entfernen, der Theorie nach wird dann wohl die jahrelang im Mauerwerk verschwundene Wärme auf geheimnisvolle Weise zurückkehren. Wenn ich es geschickt anstelle und immer nur einen Teil entferne, kann ich womöglich über Jahre auf Heizung verzichten ?

    Ja, da fehlen mir die Argumente ! Ja geehrter Guru ich konnte bisher noch keine Gründe entdecken warum es nicht nur keinen Nutzen haben soll, eine wie immer geartete Dämmung anzubringen, nein das dann das massive Gemäuer mit verstärkter Absaugung von Wärme quasi „zurückschlägt“, macht mir Angst.

    Ein Link – ein Königreich für einen Link – ein Link der mir erste Einsichten in das seltsame Betragen von durch Dämmung beleidigte Wärme vermittelt. Eine Hilfstheorie wieso sich Menschen in gedämmten Räumen wohl fühlen habe ich schon. Es ist dieser Effekt, der „Placeboeffekt“, wer glaubt Dämmung hält warm und spart gar Heizenergie ein erfährt allein durch seinen festen Glauben Linderung. Sogar der Zähler dreht sich da langsamer – die Strom / Gas usw. Rechnung wird kleiner. Jedenfalls solange man keine „bisher unwiderlegten Untersuchungen universitärer und sonstig seriöser Institutionen von Finnland über England, Deutschland, Österreich und die Schweiz bis Italien“ gelesen hat. Danach dreht sich der Zähler schneller und die Rechnungen werden teurer.

    Wer diese „unwiderlegten Untersuchungen“ liest, wird alsbald die Wirkung des Nocebo-Effekt kennenlernen. Selbst Wände denen man kaum Leben zuordnen würde, werden danach endlich der neuen Physik gehorchen. Ich hoffe nun inständig kein Besitzer von wohlgedämmten Kühlhallen liest so was. Hoffentlich weiß mein Kühlschrank nix davon. Überall sind Dämmstoffe vorhanden, schrecklich, wenn die davon erfahren….

    Antworten
  • Reino

    23. Juli 2014 (09:51)

    Am Sonntag schon wieder so ein Artikel in der FAS. Pure Polemik von einem, der offenbar in Physik in der Schule geschlafen hat und deshalb Redakteur geworden ist. Gruselig für eine Zeitung, die sich der Seriosität verschreibt. Ich werde das Abo kündigen. Da kann ich mir auch die BAS abonnieren.
    Der Info Blog ist eine Wohltat. Ich dachte schon, dass sämtliche Architektur und Ingenieurfakultäten sein Jahren Nonsens vermitteln.
    Der größte Nonsens ist allerdings – Gruß an Rainer – dass die Heizkosten steigen, wenn man die Wände dämmt. Puh! Das weiß der Architekt doch gleich, was er zu tun hat!
    Und die Mama doch auch! Jahrtausende lang haben die Mütter die Kinder im Winter warm eingepackt und gemahnt: zieh´ dich warm an, damit du nicht krank wirst!
    Alles falsch! Herr Fischer hat jetzt unmissverständlich klar gemacht, dass der Energieverbrauch steigt., wenn ich eine Dämmschicht um ein Objekt lege.
    Also Kinder: vergesst Anorak, Mütze und Schal! Sonst werdet ihr krank!
    Und schimmeln wahrscheinlich auch.

    Antworten
  • Konrad Fischer

    24. Juli 2014 (12:46)

    Für alle sich hier betätigenden Strampler mit dem Kopf im Sand:
    Daß Dämmhäute auf der Fassade steigende Heizkosten garantieren, haben nicht Fishermens Friends, sondern wissenschaftlich arbeitende Seriös-Institute wie das IBP Holzkirchen und die EMPA an nutzerbfreiten Testgebäuden einheitlich und ohne gegenteilige Ausreißer in Heizperioden gemessen. Mir zumindest liegen die entsprechenden Studien in Gänze vor und so kann ich die Ergebnisse daraus in meinen Vorträgen und auf der Webseite zitieren.
    Allerdings mußte ich leider feststellen, daß die Existenz dieser Sensations-Studien von ihren Erstellern teils ganz verleugnet wird bzw. deren Herausgabe an interessierte Anfrager verweigert. Dafür bin ich nicht zu belangen. Und zum Herumsenden an Jedermann habe ich keine Rechte erworben.
    Soviel zur Faktenlage. Und die ist bisher m.W. nicht durch gegenteilige Versuchsergebnisse widerlegt worden.
    Konrad Fischer
    Hobby-Dämmforscher

    Antworten
  • Arnold Drewer

    17. September 2014 (12:49)

    Schön, dass Herr Fischer u.a. hier mitlesen!
    Herr Fischer, ich biete Ihnen folgenden Vorschlag/Wette an:
    1. es werden 6 Holzkisten gebaut (1m x 1m x 1m)
    – die erste bleibt, wie sie ist
    – die zweite erhält außen Betonplatten („Masse statt Dämmung“)
    – die dritte wird mit „Energiesparfarben“ angestrichen (hier aus Salzkotten, da gibt es solche Leute)
    – die vierte mit silberglänzender Noppenfolie (Lu-po-therm)
    – und die fünfte mit Polystyrolplatten 10 cm beklebt
    – und die sechste mit Holzweichfaserplatten, 10 cm.
    2. in jede Kiste kommt eine Wärmequelle (500 W, elektrisch. können Glühbirnen sein, oder sonstwas). Außerdem ein Thermostat (auf 20° C eingestellt).
    3. die elektrischen Anschlüsse bzw. der Verbrauch werden draußen gemessen mit 6 geeichten Strom-Messgeräten
    4. das ganze in der kalten Jahreszeit (die kommt ja jetzt bald) auf dem Gelände eines Notars Ihrer Wahl. 24 Std. bewacht von einer Security-Firma
    5. die Kisten müssen natürlich in der Sonne (d.h., nicht im Schatten oder einer Halle) stehen.
    Und jetzt der Clou:
    Wessen Kiste am meisten (Heiz)-Strom verbraucht – der zahlt das Ganze Experiment (ich schätze die Gesamtkosten auf ca. 10.000 €.
    Für die erste und die zweite Kiste stehen ja wohl Sie, wie ich Ihre Veröffentlichungen kenne.
    No. 3 die ESP-Leute, No. 4 die Lu-po-therm-Leute
    und 5 könnte z.B. STO sein, und 6 STEICO oder Gutex oder dergleichen.
    Herr Fischer: topp, die Wette gilt, oder?

    Antworten
  • Arnold Drewer

    17. September 2014 (14:24)

    Ist mein Beitrag noch nicht freigeschaltet? Hier noch einmal – incl. einiger Ergänzungen:
    ————–
    Schön, dass Herr Fischer u.a. hier mitlesen!
    Herr Fischer, ich biete Ihnen folgenden Vorschlag/Wette an:
    1. es werden 6 Holzkisten gebaut (1m x 1m x 1m)
    – die erste bleibt, wie sie ist (Spanplatte, 2 cm dick)
    – die zweite erhält außen Betonplatten („Masse statt Dämmung“)
    – die dritte wird mit „Energiesparfarben“ angestrichen (hier aus Salzkotten, da gibt es solche Leute)
    – die vierte mit silberglänzender Noppenfolie (Lu-po-therm)
    – und die fünfte mit Polystyrolplatten 10 cm ringsherum beklebt
    – und die sechste mit Holzweichfaserplatten, 10 cm, ebenfalls von allen 6 Seiten beklebt.
    2. in jede Kiste kommt eine Wärmequelle (500 W, elektrisch. können Glühbirnen sein, oder sonstwas). Außerdem ein Thermostat (auf 20° C eingestellt).
    3. die elektrischen Anschlüsse bzw. der Verbrauch werden draußen gemessen mit 6 geeichten Strom-Messgeräten
    4. das ganze in der kalten Jahreszeit (die kommt ja jetzt bald) auf dem Gelände eines Notars Ihrer Wahl. 24 Std. bewacht von einer Security-Firma. Dauer des Experimentes: 1 Woche.
    5. die Kisten müssen natürlich in der Sonne (d.h., nicht im Schatten oder einer Halle) stehen.
    Und jetzt der Clou:
    Wessen Kiste am meisten (Heiz)-Strom verbraucht – der zahlt das Ganze Experiment (ich schätze die Gesamtkosten auf ca. 10.000 €. (ein anderer Abrechnungsmodus ist auch denkbar: der letzte zahlt 50%, der vorletzte 30%, der drittletzte 20%.
    Für die erste und die zweite Kiste stehen ja wohl Sie, werter Herr Architekt Fischer, wie ich Ihre Veröffentlichungen kenne.
    No. 3 die ESP-Leute, No. 4 die Lu-po-therm-Leute
    und 5 könnte z.B. STO sein, und 6 STEICO oder Gutex oder dergleichen.

    Das Ganze mit großer medialer Begleitung. Wenn NDR/WDR und die anderen Dämmungs-ignorierenden Sendeanstalten nicht mitmachen – BILD macht’s bestimmt. Und FOCUS, STERN usw.
    Und natürlich die Fachpresse.

    Also, Herr Fischer:
    topp, die Wette gilt! Oder kneifen Sie?

    Antworten
  • Arnold Drewer

    20. September 2014 (11:03)

    Herr Fischer kneift. Warum wohl?

    Antworten
  • Arnold Drewer

    20. September 2014 (18:27)

    er kneift immer noch. Was kann man tun? Das Experiment ohne ihn durchführen? Dann behauptet er anschließend wieder, man hätte getrickst …
    Übrigens:
    Wenn das Experiment im Dezember oder Januar stattfindet, lege ich noch eins drauf:
    Ich packe mich in meinen Daunenschlafsack und noch einen Schlafsach drumherum (= Dämmung), und Herr Fischer darf in der Nähe schlafen in einer Steinkiste (aus dem Antiquitätenhandel, Fresstrog der Schweine o.ä. = Masse). Und wir übernachten dann dort.
    Wie sieht’s aus, Herr Fischer?
    (das Fernsehen darf zuschauen)

    Antworten
  • Arnold Drewer

    22. September 2014 (11:05)

    er kneift immer noch. Oder ist er gerade auf Dienstreise in Nord-Korea? (dort gibt es auch sehr angenehme Diktatoren)

    Antworten
    • Heiner Wein

      22. September 2014 (17:27)

      Herr Drewer ,

      was Sie schreiben ist unterste Schublade!

      Antworten
      • Arnold Drewer

        26. September 2014 (09:27)

        warum, Herr Wein?
        erstens behauptet KF Dinge, die sich einfach (durch das oben vorgestellte Experiment) falsifizieren lassen.
        zweitens meldet er sich merkwürdiger weise nicht mehr (kneift er doch?)
        drittens: schauen Sie sich mal die web-Seite des KF und die Lobhudelei des Ahmadinedschad an (der ist zum Glück nicht mehr Dikatator des Iran). Zu den rechtsextremen Äußerungen auf der webseite brauche ich nichts zu sagen.
        viertens: was meinen Sie überhaupt mit „unterste Schublade“? Bitte Argumente, nachvollziehbare.

        Antworten
  • Elisabeth Kopernik

    5. Dezember 2014 (23:19)

    Lieber Herr Meyer,
    als Eigentümerin einer „uralten“ (100Jahre) „Energieschleuder“ und absoluter Laie möchte ich hier meine Erfahrung mit Heizkosten darlegen. Mein Haus hat ein Ziegelmauerwerk (aussen und innen verputzt, keine Schäden an Putz oder Fassade) mit einer Wandstärke von 50 cm. Meine Heizung ist eine Ökofen-Holzpellets-Zentralheizung aus dem Jahre 2012 (alle Heizkörper und Rohre – die auf der Wand liegen und die Räume mit heizen – wurden ebenfalls erneuert, die Heizungsrohre im Keller sind isoliert. Eine darüber hinausgehende Dämmung (Dach, Kellderdecke, Wände) gibt es nicht.
    Seit Einbau der Zentralheizung verbrauche ich für das gesamte Haus (2 Wohnungen mit insgesamt 165 m2 beheizter Wohnfläche – durchgängig 21Grad, keine Nachtabsenkung) jährlich 4,5 to Holzpellets für die Heizung (ohne Warmwasser). Der Preis für Holzpellets lag durchschnittlich bei ca.250 Euro pro to).
    Mich würde interessieren , wie Sie auf eine Ersparnis von ca. 100-150 Euro pro Monat kommen, wenn die Gesamt-Heizkosten nur ca. 1.200 Euro im Jahr betragen ? Dies ist meine persönliche Erfahrung, die rein aus der Praxis und fern jeder Theorie ist. Es kommt meiner Ansicht nach immer auch darauf an wo man wohnt, ich zum Beispiel wohne in der Kölner Bucht, wo es nur selten richtig kalt wird – wenn jemand in der Hocheifel oder in höheren Lagen wie den Alpen oder Schwarzwald wohnt, sieht die Energiebilanz doch sicher anders aus. Wieso wird das bei den ganzen Berechnungen und Vorschriften nicht berücksichtigt ???

    Antworten
  • Simon

    14. Januar 2015 (14:24)

    Selten so einen Schwachsinn gelesen. Kommt der Typ(R.Meyer) von der Chemielobby oder ist er Politiker?
    Reißt diesen nachträglich angebrachten Schrott von Euren Fassaden. Lasst es nicht zu, Euer Eigentum zu verschandeln und durch einen massiven Eingriff in die Bausubstanz zu zerstören. Schaut euch die Häuser aus der Jahrhundertwende an. In Bremen haben wir jede Menge davon. Die stehen heute noch!!!!! Ziegelstein auf Ziegelstein ohne Dämmung etc. Schimmel zur damaligen Zeit? Trotz intensiver Recherche konnte ich hierzu nichts finden.

    Antworten
    • Arnold Drewer

      5. März 2015 (14:45)

      Hallo Simon,
      was ist denn das für ein emotionaler und irrationaler Ausbruch? Ich kenne Ronny Meyer als einen sehr guten und hervorragenden Architekten – der auch eine Menge Ahnung von der Materie „Dämmung“ hat.
      1. ist Wärmedämmung kein Schrott. Fachgerecht (!!!) eingebaute Dämmung gleich welcher Art erlaubt es z.B., Passivenergiehäuser zu bauen (also Gebäude, die allein mit den internen Wärmequellen und dem solaren Eintrag durch die Fenster funktionieren)
      2. kann und sollte man in Bremen kein WDVS installieren, sondern eine nachträgliche Kerndämmung durchführen lassen (auch das empfiehlt Ronny Meyer). Einsparung ca. 20%
      3. habe ich selber mal in einem Gebäude gewohnt mit dem BJ 1899. Im Winter war’s saukalt, im Sommer unerträglich heiß (kein Wunder, war ja auch keine Dämmung drin verbaut worden).
      Fazit:
      Es sind so gut wie immer sehr unwissende und mit jeder Menge Vorurteilen behaftete Leute, die dann auch noch verbal teilweise unter der Gürtellinie hantieren („Schwachsinn“, „Schrott“, „verschandeln“). Merkwürdig …
      Ich bin übrigens froh, dass ich in meinem vor 20 Jahren gebauten NEH 28 cm Dämmung in der Wand und 40 cm im Dach verbaut hatte. Daher meine äußerst geringen Heizkosten von 33,- €/Monat (4-köpfige Familie, 130 m² WFL)

      Antworten
  • Janine

    14. Oktober 2015 (12:14)

    wow, eine sehr angeregte, aber vor allem interessante Diskussion. Leider ist das Niveau manchmal nicht so doll und sollte sich lieber auf Thesen/Belege konzentrieren anstatt nur Anschuldigen und Vorwürfe bringen.
    Mein Ratschlag wäre, wieder mal „runter“ zu kommen uns sich auf das Thema zu konzentrieren. Bei manchen beiträh´gen habe ich nicht den Eindruck, dass es hier um die Sache geht. Streiten darf man, aber es kommt auch auf das wie an.

    Antworten

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